Sonstige Vereinsnachrichten aus Ober-Ramstadt

Ab ins Nest: 450 Gäste kamen zum Frühstück

Auf dem Rathausplatz stand ein weiterer Publikumsmagnet: ein neu restauriertes und frisch zugelassenes Röhr-Auto

Eigener Bericht

Diesmal war es draußen zwar etwas kühl, dafür drinnen umso gemütlicher: Der Gewerbeverein Ober-Ramstadt hatte am Samstag (31.3.2012) wieder zur beliebten Frühstücksaktion „Ab ins Nest“ eingeladen. 13 Geschäfte haben sich an der Aktion beteiligt und vor oder im Geschäft üppige Frühstückbuffets aufgebaut. 450 Frühstücker ließen es sich so richtig gut gehen. Manche sogar in mehreren Geschäften.

Der erste Vorsitzende des Gewerbevereins, Alexander Neubert, war dann auch sehr zufrieden über den Erfolg der Aktion. Wir haben uns für Sie umgeschaut und einige Bilder mitgebracht. Das erste Frühstücksnest haben wir bei Meyer Optik und Melanie Jöckel, Raumausstattung Buchert, besucht.

In jedem teilnehmendem Geschäft konnte um 10, 11 und um 12 Uhr gefrühstückt werden. So war Zeit, um mit jedem Gast zu plaudern – und die Gäste konnten in Ruhe die Ober-Ramstädter Geschäfte und Inhaber kennenlernen und in Kontakt kommen.

Guten Appetit: im Frühstücksnest bei Melanie Jöckel und Meyer-Optik















Die Gastgeber Melanie Jöckel, Raumsausstattung Buchert, und Meyer Optik hatten gemeinsam ein Frühstücksnest eingerichtet. Fünf Helfer/innen hatten im Vorfeld den Tisch eingedeckt und das Buffet aufgebaut. Melanie Jöckel (hinten, stehend) und Jochen Meyer (vorne rechts) waren herzliche Gastgeber und ließen es an nichts fehlen.



Die Gäste ließen es sich schmecken und hatten in so großer Runde gute Unterhaltung.



Als Renner erwiesen sich wieder die Bärentatzen-Brötchen.


Auf dem Weg zu einem weiteren Frühstücksnest wartete auf dem Rathausvorplatz eine Attraktion: ein neu restaurierter Röhr 8, Typ F. Ein pensionierter Kriminologe aus den USA, der seit langem in Trautheim lebt, ist neuer Eigentümer.



Rechts in heller Jacke: Kenneth Brosk, der stolze Besitzer des Röhr 8.



Kaum wiederzuerkennen: So sah der der Röhr vor der Restaurierung aus. (Das Foto stellte uns Werner Schollenberger zur Verfügung.)


Das Chassis des Kabrioletts, das über einen 8-Zylinder-Reihenmotor verfügt, wurde in den Röhrwerken in Ober-Ramstadt gebaut. Der weitere Aufbau zum Kabriolett geschah damals in Dresden. Eigentümer war zu dieser Zeit ein Landarzt aus Lampertheim. Der Arzt verkaufte den Röhr nach Kriegsende an einen amerikanischen Offizier. Dieser hat es nach Amerika gebracht und dort stehen gelassen, bis es von Kenneth Brosk aus Trautheim vor etwa fünf Jahren erworben wurde.

Kenneth Brosk erzählte uns, dass er zum ersten Mal mit neun Jahren in einem Rennwagen saß und ihm der Geruch von Rizinusöl unvergessen ist. „So fing alles an“, meinte er über seine Liebe zu Oldtimern.

Kenneth Brosk stammt aus Pennsylvania (USA) und kam als Austauschstudent nach Mainz. Nach einem über 20-stündigen Flug landete er damals in Deutschland und befand sich mitten im Karneval, an Weiberfastnacht. Die Leute, die ihn vom Bahnhof abgeholt haben, hatten bemerkt, dass er ein Musikinstrument mitgebracht hatte. Und so nahm alles seinen Lauf. Die Gastgeber nahmen ihn mit auf die ganzen Fastnachttage. Dort wurde viel musziert. "Dies hat mir viel Spaß gemacht“, meinte Kenneth Brosk. "Das hat mich nicht mehr losgelassen.“

Später war er für den amerikanischen Staat als Kriminologe tätig und hat in einem Rauschgiftdezernat gearbeitet. Seite vielen Jahren wohnt er nun in Deutschland und seine Faszination gilt nach wie vor den Oldtimern.





Kenneth Brosk erklärt Schaulustigen, was restauriert worden ist. Rechts in dunkler Jacke: Werner Schuchmann, Bürgermeister von Ober-Ramstadt.


Und wie kam Brosk zum Röhr, der nun vor dem Rathaus zu bewundern war?

Brosk hat in Ober-Ramstadt einen Bekannten, der Röhr-Historiker ist. Dieser wusste, dass die Witwe eines amerikanischen Offiziers, dem der Röhr inzwischen gehörte, den Wagen verkaufen wollte.

Aber, so Brosk: „Sie wollte einen mörderischen Preis. Der war astronomisch und mein Interesse hielt sich in Grenzen.“ Allerdings trat Brosk in Briefkontakt zu der Witwe. Deren sehnlichster Wunsch war, dass das Auto restauriert und öffentlich gezeigt wird. Das versprach Brosk und konnte dann den Röhr vor etwa fünf Jahren zu einem akzeptablen Preis erwerben. Auf die Frage, wie hoch dieser war, meinte Brosk augenzwinkernd: „Über Preise – und mit wem ich die letzte Nacht verbracht habe, gebe ich nie Antwort.“

Der Röhr stand in Amerika in einem Schuppen, war mit Plastiktüten abgedeckt und im Prinzip komplett – aber in die Jahre gekommen. In Deutschland wurde das Auto dann von der Firma Zinke in Sachsen restauriert. Das ist dieselbe Firma, die damals beim Neubau des Röhrs mitgearbeitet hatte.

Auch Kenneth Brosk beteiligte sich an der Restaurierung mit rund 1900 Arbeitsstunden. Insgesamt dauerte die Restaurierung etwa vier Jahre, 17 Gewerke waren daran beteiligt.


Der Motor wird angelassen. Er klingt erstaunlich leise und ruhig.


Mit 75 bis 80 PS durch die Gegend tuckern

„Je nachdem, ob man einen Berg hoch oder runter fährt, hat der Wagen 75 bis 80 PS und er fährt ungefähr 105 Stundenkilometer“, schmunzelt Brosk. Aber es sei auch nicht das Ziel, schnell zu fahren, sondern über die Straße zu tuckern und sich alles in Ruhe anzusehen, meinte er.


Hier das gute Stück noch einmal im alten Zustand. (Das Foto stellte uns Werner Schollenberger zur Verfügung.)


Wer mehr über Oldtimer und den Röhr erfahren will, sollte ab nächsten Donnerstag (5.4.2012) ab 19:50 Uhr eine Fernsehsendung des MDR anschauen, erzählt Brosk. Der MDR zeige eine vierteilige Sendung, in der neben Oldtimern auch die Firma Zinke vorgestellt würde. In diesem Zusammenhang wird auch der restaurierte Röhr aus Ober-Ramstadt präsentiert.


Robert Mann (links) und Alexander Neubert von InpUT schauen nach, ob alles da ist.


Nach dem Ausflug über den Rathausplatz ging es weiter zur Firma InpUT. Dort bewirtete auch der Vorsitzende des Gewerbevereins, Alexander Neubert, die Gäste in seinem Geschäft. 450 Frühstücker gab es insgesamt – verteilt auf alle teilnehmenden Geschäfte – freute Neubert sich über den guten Zuspruch.

In diesem Jahr war die Frühstücksaktion übrigens genau eine Woche früher (bisher war sie am Ostersamstag). Wie kam der vorgezogene Termin bei den Frühstücksgästen an? Neubert machte eine Blitzumfrage unter seinen Gästen. „Das ist mir gar nicht aufgefallen“, lachte eine Frühstückerin. „Das ist schön so“, meinte ein anderer Gast. Auf jeden Fall hat es allen geschmeckt.


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