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Kulturnachrichten aus Ober-Ramstadt

Wertvoller Neuzugang in Ober-Ramstadts Lichtenberg-Bibliothek

Eine Ausgabe des Lehrbuchs „Anfangsgründe der Naturlehre“, das Lichtenberg König Ernst August II von Hannover schenkte

Museum Ober-Ramstadt, Lichtenberg-Sammlung

Die Lichtenberg-Bibliothek des Vereins für Heimatgeschichte in Ober-Ramstadt verzeichnet im Jahr 2018 einen wertvollen Neuzugang. Es ist wenig bekannt, dass der im Jahr 1742 in Ober-Ramstadt geborene Georg Christoph Lichtenberg nach Abschluss seines Studiums in Göttingen 1767 zunächst als Hofmeister tätig war.

Das heißt, junge, meist ausländische Studenten wurden der Obhut eines Tutors übergeben, der sich um deren Studium, Erziehung und auch die Finanzen kümmerte. Bei Lichtenbergs Schützlingen handelte es sich um adelige Engländer.

Auf Einladung des Vaters eines seiner Schutzbefohlenen begleitete er die jungen Männer 1770 nach London. Bei dieser Gelegenheit wurde er auch dem englischen König Georg III. vorgestellt. Die Bekanntschaft vertiefte sich noch bei Lichtenbergs zweitem Englandaufenthalt 1775. Da der König gleichzeitig Kurfürst von Hannover und damit Lichtenbergs oberster Dienstherr war, ist es kaum verwunderlich, dass Lichtenberg auf dessen Empfehlung hin eine Professur an der Georg-August-Universität in Göttingen erhielt.

Als weitere besondere Wertschätzung ist anzusehen, dass Georg III. drei seiner Söhne in den Jahren 1786-1790/91 unter Lichtenbergs Obhut von nach Göttingen zum Studium schickte. Johann Christian Dieterich, Lichtenbergs Vermieter, kaufte für den Aufenthalt der englischen Prinzen das Nachbarhaus in der heutigen Prinzenstraße, in welchem die Hofgesellschaft logierte. Lichtenberg berichtete darüber am 2. April 1787: "Unser Haus ist ein Schloß geworden (...) Ich wohne noch in demselben Hauße, aber an einer andern Seite, die ich aber schon lange vor der Printzen Ankunfft bezogen hatte. Das benachbarte Büttnersche Haus ist mit dem alten vereint, und Wir haben Schilterhäußer und Grenadire mit Bären Mützen vor der Thüre."

Der älteste dieser Prinzen war Ernst August Herzog von Cumberland (1771-1851), der spätere König Ernst August II. von Hannover. Ihm schenkte Georg Christoph Lichtenberg eine Ausgabe seines Lehrbuchs „Anfangsgründe der Naturlehre“ mit einer Widmung:

„Seiner Königlichen Hoheit, Printzen Ernst August unterthänigst überreicht von dem Herausgeber.“

Dieses Buch aus dem Nachlass von Otto Weber, dem 2017 verstorbenen früheren Museumsleiter von Ober-Ramstadt und Mitbegründer der Lichtenberg-Gesellschaft, ist nunmehr mit weiteren wertvollen Büchern aus dem 18. Jahrhundert als Neuzugang in der Lichtenberg-Bibliothek des Museums Ober-Ramstadt verzeichnet.

Georg Christoph Lichtenberg wurde 1742 in Ober-Ramstadt geboren. Er ist heute noch bekannt als Begründer der deutschsprachigen Aphoristik, scharfzüngiger Kritiker und Experimentalphysiker. Er lehrte bis zu seinem Tod 1799 an der Universität in Göttingen. Seine Aphorismen, die in den „Sudelbüchern“ festgehaltenen Notizen, werden bis heute gerne zitiert.

Die Lichtenberg-Sammlung des Museums Ober-Ramstadt besitzt inzwischen eine der umfangreichsten Spezial-Bibliotheken zu Lichtenberg und dem 18. Jahrhundert, die online bei der Stadtbibliothek Ober-Ramstadt eingesehen werden kann.

  

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