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Kulturnachrichten aus Ober-Ramstadt

Ein Ölgemälde kehrt zurück

Die Waldmühle bei Ober-Ramstadt

Martel Döring, Museum Ober-Ramstadt

Über Pfungstadt, Osthofen, Konstanz und Mainz hat ein Ölgemälde von der Waldmühle seinen Weg wieder nach Ober-Ramstadt gefunden. Frau Dr. Staab aus Konstanz, eine Nachfahrin der Müllerfamilie Walter, die im 19. Jahrhundert auf der Waldmühle ansässig war, hat es dem Museum geschenkt. Ihrer Meinung nachgehört es nach Ober-Ramstadt.

Die Waldmühle bei Ober-Ramstadt hat eine sehr lange und wechselvolle Geschichte, die bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. Von einer Walkmühle bis zur Getreidemühle hat sie mehreren Besitzern Arbeit und Brot gegeben und wurde demzufolge mehrfach umgebaut. 1827 wird als Besitzer im Brandkataster Heinrich Walter II. genannt. Bis ca. 1890 ist die Familie Walter dort ansässig.

Etwas irritiert waren wir zunächst, von der ungewohnten Ansicht des Gebäudes. Der Mühlenexperte Karl-Heinz Schanz aus Traisa konnte dieses Detail aufklären:

„Die Waldmühle ist 1834 völlig abgebrannt und wurde wiederaufgebaut. 1853 wird die Mühle durch den Mühlenbauer Breitwieser aus Ober-Ramstadt und den Mechaniker W. Kleier aus Darmstadt zur sogenannten Kunstmühle umgebaut (d.h. einer Mühle mit hohem technischem Standard – die Vorsilbe ‚Kunst’ bezieht sich auf die Ingenieurskunst).

Zwei oberschlächtige, hölzerne Wasserräder treiben nunmehr vier Mahlgänge mit Beutelwerk, zwei Mahlgänge mit moderneren Siebzylindern, einen Gerbgang und eine Hirsemühle an. Besitzer der Mühle ist zu der Zeit Heinrich Walter II., einziges Ober- Ramstädter Mitglied im Großherzoglich Hessischen Gewerbeverein und höchstbesteuerter Untertan. Seine Mühle war es dem Gewerbeverein wert, sogar als Mustermühle vorgestellt zu werden“, erklärte der Mühlenexperte Karl-Heinz Schanz.

Frau Dr. Staab hat uns auch die traurige Geschichte vom Ende der Familie Walter auf der Waldmühle erzählt. Ihr Urgroßvater Emil Walter, der die Mühle Ende des 19. Jahrhunderts betrieb, kam in finanzielle Schwierigkeiten. Er hatte seinem Bruder eine größere Geldsumme geliehen, die dieser nicht zurückzahlen konnte. Daraufhin musste er das Anwesen verkaufen. Dies deckt sich mit der Chronologie der Waldmühle von Karl-Heinz Schanz: „1899 übernimmt der ‚Hammermüller’ (Müller aus der Hammermühle) Karl Breitwieser die in Schwierigkeiten geratene Mühle.“

„Unser Bild“ geht nun auf Wanderschaft. Die im Jahr 1880 geborene Großmutter von Frau Dr. Staab, Wilhelmine Walter, heiratete auf eine Mühle in Mühlheim bei Osthofen, wo die „Waldmühle“ einen Ehrenplatz erhielt. Von dort ist das Bild dann – weitervererbt – nach Konstanz gelangt. Frau Dr. Staab hat es nunmehr Freunden aus Mainz mitgegeben, die es nach Ober-Ramstadt brachten.

Leider ist auf dem Bild weder eine Signatur noch eine Jahreszahl angegeben. Aber wir können es zumindest auf die Zeit vor 1834 datieren. Frau Dr. Staab übermittelte es als ein Bild aus der „Goethe-Zeit“.

Interessierte können sich das Ölgemälde, das im Treppenhaus des Museums Ober-Ramstadt einen Platz gefunden hat, während der Öffnungszeiten ansehen.

  1. Museum Ober-Ramstadt
  2. Öffnungszeiten: sonntags von 14.30 – 17.00 Uhr
  3. www.museum-ober-ramstadt.de
  4. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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