Aktuelle Termine

22./23.7.2017 Tag der offenen Tür, Feuerwehr

Buchrezensionen aus Ober-Ramstadt Buchrezensionen

Ein wichtiger Warnruf eines Juristen

Rezension von Winfried Stanzick zum Buch: „Rettet Europa vor der EU: Wie ein Traum an der Gier nach Macht zerbricht“ Carlos A. Gebauer, Taschenbuch: 200 Seiten, Verlag: FinanzBuch; ISBN-10: 3898798461, ISBN-13: 978-3898798464, Preis: 17,99 Euro.

Der Titel dieses profunden Buches klingt zunächst nach Euro- und Finanzkrise, nach Büchern, die wir sie in den letzten Jahren von Wirtschafts- und Finanzfachleuten und Politikern in großer Zahl lesen konnten.

Doch der Jurist und Publizist Carlos A. Gebauer geht viel tiefer, wenn er die aktuelle Sinnkrise in der EU beschreibt und setzt historisch an, indem er zunächst die Prinzipien und Elemente von Herrschaft allgemein beschreibt. Eine auch für den Laien erhellende und lehrreiche Lektüre. Dann wirft er einen sehr kritischen Blick auf das Herrschaftskonstrukt namens EU.

Weiterlesen: Ein wichtiger Warnruf eines Juristen

selbst bestimmt sterben: Was es bedeutet. Was uns daran hindert. Wie wir es erreichen können

Rezension von Winfried Stanzick zum Buch: „selbst bestimmt sterben: Was es bedeutet. Was uns daran hindert. Wie wir es erreichen können“ von Gian Domenico Borasio , Gebundene Ausgabe: 224 Seiten, Verlag: C.H.Beck; ISBN-10: 3406668623, ISBN-13: 978-3406668623 , Preis: 17,95 Euro.

Ein hilfreicher und kompetenter Ratgeber, der aber niemals jemandem die eigene Entscheidung abnehmen will

"Was uns allen zu wünschen ist, ist ein nüchterner und gelassener Blick auf die eigene Endlichkeit. Dies erfordert eine ruhige und wiederholte Reflexion, am besten im Dialog mit den Menschen, die uns am nächsten stehen. Das passiert leider im Leben eher selten, und wenn, dann oft sehr spät. Nehmen wir uns die Zeit dafür."

So postulierte der 1962 geborene Lehrstuhlinhaber für Palliativmedizin an der Universität Lausanne und Lehrbeauftragte für Palliativmedizin an der TU in München, Gian Domenico Borasio, in seinem Buch "Über das Sterben. Was wir wissen. Was wir tun können. Wie wir uns darauf einstellen" . Viele Menschen haben im letzten Jahr zu diesem Buch gegriffen, weil sie sich danach sehnen, mit dem eigenen Tod und dem eigenen Sterben anders umgehen zu lernen.


Vielen Menschen geht es durchaus so, dass sie eine klare Haltung zu ihrer eigenen Endlichkeit haben, sei sie nun religiös- spirituell geprägt oder nicht. Doch es fällt ihnen schwer darüber zu sprechen, besonders mit den ihnen nahestehenden Menschen. Manchmal haben sie es auch schon versucht, und sind von der Abwehr, die ihnen entgegenprallte so erschrocken, dass sie denken, sie müssten dieses Thema in Zukunft mit sich allein ausmachen.

Dabei ist der Tod genau wie die Geburt, der er korrespondiert, ein Ereignis, für das es von der Natur festgelegte Abläufe gibt, in die der Mensch möglichst wenig störend eingreifen sollte. Doch ohne echte Kommunikation, dem Gespräch zwischen allen Beteiligten kann es nicht zu der wirksamen medizinischen, psychosozialen und auch spirituellen Betreuung werden, als die sie von ihrer Idee her gedacht ist.

Doch wenn der Sterbende und seine Angehörigen erst in diesem letzten Stadium ihre Kommunikation über das Sterben und den Tod beginnen, ist es oft zu spät. Da ist dann nichts aufgeschrieben über die Erbregelungen, es liegt keine Vorsorge- und Patientenvollmacht vor. Sich darum zu kümmern, wenn man noch bei bester Gesundheit ist, oder allerspätestens, wenn ernste Krankheitssymptome auftreten, das kann man lernen. Dieses Buch ist eine ermutigende und anschauliche Hilfestellung dafür.

Borasio will vorsichtig und sensibel eines der größten gegenwärtigen Tabus brechen, das Schweigen über den eigenen Tod und die Angst, endlich einmal darüber zu reden. Er geht selbst mit gutem Beispiel voran, und behandelt auch die umstrittenen ethischen Themen der Sterbehilfe.

Dies wird in seinem neuen, hier vorliegenden Buch ausführlich beschrieben. Borasio hat die sich in der letzten Zeit rasant entwickelnde Debatte um die verschiedenen Formen der Sterbehilfe und ihre moralischen und rechtlichen Implikationen, ausführlich diskutiert und mit Fallbeispielen beschrieben. Insofern ist es mehr noch als das erste Buch, für alle Menschen, die akut und latent von dem Thema betroffen sind, ein hilfreicher und kompetenter Ratgeber, der aber niemals jemandem die eigene Entscheidung abnehmen will.

Er beschließt sein Buch mit einem Appell an jeden Einzelnen:
„Selbst bestimmt sterben –das müssen wir alle. Selbstbestimmt sterben- das können wir erreichen, wenn wir es wollen. Aber zunächst müssen wir herausfinden, was das für jeden von uns ganz konkret bedeutet. Die Antworten werden höchst unterschiedlich sein, und sie können sich mit der Zeit für jeden Einzelnen auch verändern. Jeder von uns ist ein Stück weit selbst verantwortlich dafür, dass wir eine Gesellschaft bekommen, in der ‚selbstbestimmtes Sterben‘ weit mehr bedeutet, als das Recht, sich selbst zu töten oder töten zu lassen. In der jeder Mensch bis zu seinem Tod gleich geachtet wird, unabhängig von seinem ökonomischen oder sonstigen Leistungspotential. Und in der es für jeden Menschen möglich sein kann, jenes Ziel zu erreichen, das Rainer Maria Rilke so unvergleichlich formuliert hat:

'O Herr, gib jedem seinen eignen Tod.
Das Sterben, das aus jenem Leben geht,
darin er Liebe hatte, Sinn und Not.'"

Die narzistische Gesellschaft: Ein Psychogramm

Dieses Buch ernüchtert

Rezension von Winfried Stanzick zum Buch: „Die narzistische Gesellschaft: Ein Psychogramm“ von Hans-Joachim Maaz, Tasschenbuch: 240 Seiten, Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. August 2014), ISBN-10: 3423348216, ISBN-13: 978-3423348218, Preis: 9,90 Euro.

Dieses Buch ernüchtert. Es lässt Hoffnungen auf eine baldige Verbesserung gesellschaftlicher Zustände sich in Luft auflösen und alle Perspektiven auf eine menschliche und eben auch zwischenmenschlich lebenswerte Gesellschaft in Rauch aufgehen.

Denn Hans-Joachim Maaz, ein seit 40 Jahren praktizierender Psychiater und Psychoanalytiker, der mit Büchern wie 'Der Gefühlsstau' und 'Die Liebesfalle' in der Vergangenheit schon oft die psychische Verfassung des Landes und seiner Menschen scharf und auch oft treffend beschrieben hat, sieht unsere ganze Gesellschaft in einer Narzissmus-Falle.

Weiterlesen: Die narzistische Gesellschaft: Ein Psychogramm

Das Zeitliche segnen: Voller Hoffnung leben. In Frieden sterben

Rezension von Winfried Stanzick zum Buch: „Das Zeitliche segnen: Voller Hoffnung leben. In Frieden sterben“ von Margot Käßmann, Gebundene Ausgabe: 224 Seiten, Verlag: adeo (25. September 2014), ISBN-10: 3863340248, ISBN-13: 978-3863340247, Preis: 17,99 Euro.

Es geht darum, das Zeitliche zu segnen, sein eigenes Leben gut zu heißen, mit allen seinen Höhen und Tiefen

Margot Käßmann hat ein neues Buch geschrieben. Es geht um das Sterben, den Tod, das Zeitliche und die Ewigkeit:
„Wie will ich leben, damit ich am Ende in Frieden sterben kann? Darum geht es. Gerade wer die eigene Endlichkeit und die anderer nicht ignoriert, lebt intensiver. Ich verstehe Leben als geschenkte Zeit, die ich nutzen, verantworten und auch auskosten will.“

Weiterlesen: Das Zeitliche segnen: Voller Hoffnung leben. In Frieden sterben

Frieden schließen mit Demenz

Vielleicht eine etwas zu optimistische Sicht des Phänomens

Rezension von Winfried Stanzick zum Buch: „Rfrieden schließen mit Demenz“ von Sabine Bode, Gebundene Ausgabe: 300 Seiten, Verlag Klett-Cotta; Auflage: 2., Aufl. (10. März 2014), ISBN-10: 3608948066, ISBN-13: 978-3608948066, Preis: 19,95 Euro

Sie hat während der Recherchen für ihr neues, hier vorliegendes Buch mit vielen Menschen gesprochen und persönliche Zeugnisse von Menschen verarbeitet, die in den Pflegeheimen unseres Landes oder aber zu Hause in der Familie mit dementen Menschen arbeiten oder gearbeitet haben.

Und Sabine Bode kommt zu einem positiven Ergebnis, was die Zukunft der demenzkranken Menschen in unserem Land betrifft, deren Zahl ja noch erheblich zunehmen wird. „Wir kennen die Richtung“, sagt sie, „und wir alle können dazu beitragen, damit eine Transformation gelingt.“

Weiterlesen: Frieden schließen mit Demenz

Liebe Pizza-Freunde,
Ab sofort biete ich Ihnen glutenfreie Pizza. Ich freue mich
über Ihren Besuch!
Auch zum Mitnehmen!
Telefon: 06167 7788!
__________________________
Ihr PC streikt? Jetzt anrufen!

06154 630 685
PC-Hilfe Rohrbach

__________________________
Zum Rodenstein

Das gemütliche Gasthaus im Odenwald. Fleisch- und Wurstwaren aus eigener Herstellung. 0 61 66 / 278.
___________________________