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Petri-Villa informiert: Lebenslanges Lernen ist möglich

Mitteilung der Stadt Ober-Ramstadt

Die gute Nachricht vorab: Ein lebenslanges Lernen ist möglich! Es ändert sich in den fortgeschrittenen Jahren nur das „Wie?“

 Erkenntnisse der Wissenschaft zum Thema Lernen gehen dabei Hand in Hand mit der Entwicklung der Altersbilder. Das teilt die Petri-Villa der Stadt Ober-Ramstadt am 18. August 2020 in einer Pressemitteilung mit. Wie sieht die Gesellschaft die ältere Menschen, welche Rolle wird ihnen zugeschrieben?

Das sehr defizitäre Bild von Älteren, die ihre im Laufe des Lebens erworbenen Fähigkeiten mit den Jahren wieder verlieren und nichts mehr dazu lernen können, gehört zum Glück der Vergangenheit an. Gegenmodelle waren dann die des „aktiven“ und „erfolgreichen Alterns“. Bilder in der Werbung zeigten plötzlich ein völlig neues Bild von älteren Menschen: Gutaussehend, aktiv und selbstbestimmt. An sich ist dies zu begrüßen, es setzt allerdings sicher auch unter einen gewissen Druck: „Jetzt muss ich auch noch gut aussehen und sportlich sein …“.

Die Realität ist wie so oft wohl dazwischen zu finden. Mittlerweile wird von dem Ziel des „guten Alterns“ gesprochen. Älter werdende Menschen sollen darin unterstützt werden, trotz auftretender Einschränkungen selbstbestimmt und selbstständig ihren Alltag gestalten zu können. Ihre in der Vergangenheit erworbenen Fähigkeiten und ihr Wissen werden mehr beachtet und wertgeschätzt.

Diese sogenannte „kristalline Intelligenz“, die die Lebenserfahrung, das Faktenwissen und erlernte Kompetenzen meint, ist im Alter höher als in der Jugend und kann ein Leben lang ausgebaut werden.

Die „fluide Intelligenz“, die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung und die Fähigkeit schnell neue Lösungen für Probleme zu finden, nimmt hingegen ab - und das schon ab Mitte 20. Der generelle Abbau geistiger Fähigkeiten im Alter konnte jedoch nicht nachgewiesen werden.

Auch im Alter ist es möglich, neue Dinge, Sachverhalte oder Abläufe zu lernen. Das Gehirn verliert seine Lernfähigkeit nicht automatisch. Es gilt das Gleiche wie für den gesamten Körper: „Use it or loose it“- nutze es: Oder Du wirst es verlieren. Die Beweglichkeit bleibt erhalten, wenn genug Bewegung stattfindet. Das gilt für die geistige genauso wie für die körperliche.

So ändern sich die Beweggründe zu lernen im Laufe des Lebens. Im Vergleich zu Jüngeren können Ältere sich selbst aussuchen, was sie lernen wollen und dies ist eine völlig andere Motivation. Ältere lernen - mit Erfolg - um die Selbstständigkeit zu erhalten, um das eigene Leben zu gestalten und zu bereichern und sich in den eigenen Interessenfeldern zu betätigen. Die beliebtesten Lernthemen finden sich im kulturellen Bereich, der ein großes Feld an Möglichkeiten bietet. Vom Gestalten des eigenen Gartens, zu Sprachen, Umwelt, der Gesundheit und natürlich dem Umgang mit digitalen Medien. Gelernt wird hier in gemäßigtem Tempo und in einer Gruppe. Der Kontakt mit anderen Menschen, der Austausch und die gegenseitige Ermutigung motivieren ebenso und sorgen für Freude am Lernen.

Die sogenannte SOK-Methode beschreibt, wie Ältere ihre Erfahrungen und ihr Wissen gut einsetzen können, um schwindende körperliche und geistige Fähigkeiten auszugleichen. Der Psychologe und Gerontologe Paul Baltes hat es entwickelt als effektive Strategie, um auch im Alter im Leben zu stehen und das eigene Selbst zu entfalten.

S steht für Selektieren, O für Optimieren und K für Kompensieren. Als anschauliches Beispiel wird der Pianist Artur Rubinstein genannt. Zu seinem 80. Geburtstag spielte er noch sehr gekonnt Klavier und wurde befragt, wie dies möglich sei.

Durch die Selektion (S), die geschickte Auswahl seines Repertoires konzentrierte er sich nur noch auf bestimmte Stücke. Zusätzlich optimierte er diese (O), indem er sie mehr übte als früher. Durch sein Fähigkeit und sein Talent konnte er auch kompensieren (K): Bevor in dem gespielten Stück eine sehr schnelle Stelle kam, spielte er etwas langsamer. Durch diesen Kontrast wirkte der darauffolgende Teil schneller.

Diese Strategie trägt der Tatsache Rechnung, dass Alterungsprozesse immer individuell ablaufen und es nicht ein einziges Bild von erfolgreichem Altern gibt. Die SOK Methode soll dabei helfen, in den eigenen Alterungsprozess nach eigenen Vorstellungen aktiv einzugreifen.

Weiterhin geht Baltes in seinem Modell davon aus, dass ältere, wie jüngere Menschen nach wie vor stille Reserven haben, die sie aktivieren können durch gezieltes Lernen, Üben und Trainieren. Die Methode kann auf alle Bereiche des Lebens angewendet werden, besonders bei vertrauten Hobbies und Vorlieben.

Im Alltag bedeutet besonders der erste Schritt der Selektion möglicherweise das Verabschieden von Teilen liebgewonnener Gewohnheiten. Das kann schmerzen, hierbei hilft der Austausch mit Vertrauenspersonen, die eventuell freiwerdende Aufgaben übernehmen können und somit für weitere Entlastung sorgen.

Das Optimieren meint im Alltag vor allem das Vereinfachen und das regelmäßige Üben von Abläufen. Dies sollte möglichst früh begonnen werden. Der Schritt der Kompensation sollte entspannt und ohne Druck angegangen werden, damit ruhiges Ausprobieren möglich ist und auch die Vorteile von Hilfsmitteln, wie beispielsweise Hörgeraten, erlebbar werden und Freude machen.

Der Begriff Lernen wird in diesem Zusammenhang weiter gefasst. Es geht nicht nur um die Aneignung von neuen Informationen, sondern auch um die Entwicklung, Erhaltung und Unterstützung von Haltungen und Fähigkeiten. Und dies, um auch im Alter selbstständig und selbstbestimmt leben zu können. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, offen für Neues zu sein, immer wieder dazulernen zu wollen und alte Denkmuster zu hinterfragen.

Wann die Petri-Villa Ober-Ramstadt mit ihren Angeboten wieder für Kontakte, Austausch und neue Erlebnisse offen sein wird, kann zum jetzigen Corona-Zeitpunkt leider noch nicht gesagt werden.

In der Zeit der eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten gibt es im Internet viel Interessantes zu entdecken: So stellt sich die Webseite www.wissensdurstig.de  beispielsweise als „das Portal für Neugierige“ vor. Sie bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, Neues zu erfahren!

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